2004: Bastelaktion für Kinder auf der Auer Dult
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Pressemitteilung des Tourismusamtes
der Stadt München, Abteilung Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit (16.07.2004/Pa)
Bastelaktion für Kinder auf der Auer Dult
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Am Montag, 26. Juli 2004, findet auf der Auer Jakobidult auf dem Mariahilfplatz eine kostenlose Bastelaktion für Kinder ab sechs Jahren statt. Jeweils von 11.00 - 13.00 Uhr und von 16.30 - 20.00 Uhr können die kleinen Dultgänger an einem Stand vor der Mariahilfkirche die Dult als Papiertheater lebendig werden lassen.
Mit freundlicher Unterstützung des Museums-Pädagogischen Zentrums München (MPZ) stehen für die Kinder Bastelbögen mit Dultszenen aus der Zeit um 1730 bereit, die unter fachkundiger Anleitung einer Museumspädagogin ausgeschnitten werden. Bunt beklebt, phantasievoll geschmückt und kunstvoll arrangiert in kleinen Schuhkarton-Theatern zeigen die Papierfiguren dann, wie es damals zuging auf der Auer Dult.
Diese Aktion wird finanziert von den Tandlern auf der Dult und findet bei jedem Wetter statt.
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Nachtrag zum offiziellen Pressetext:
Am 26. Juli 2004 wurden von einer Mitarbeiterin des MPZ (Museums-Pädagogisches Zentrum München) verschiedene Papiertheater interessierten Besuchern und Schulklassen vorgestellt. Dabei gab es originale Kopien der Papiertheater-Bastelbögen von 1830 zu sehen.
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Papiertheater waren zur damaligen Zeit sehr beliebt. Wenn man sich ein bestimmtes Theaterstück anschauen wollte, konnte man grundsätzlich jedes Theaterstück vorab als Papiertheater kaufen. Es gab sogar bezahlte Zeichner, welche die Portraits der "echten" Schauspieler für die Druckerei erstellt haben. Gerade bei Kindern war das Spielen mit den Papiertheatern für das Lernen der Sprache und Textes sehr ideal.
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Man darf natürlich nicht verschweigen, daß die Papiertheater zunächst für die ärmeren Bevölkerungsschichten produziert wurden. Ein "echter" Theaterbesuch war damals sehr teuer. Man konnte aber so gut wie jedes Theaterstück als Papierausgabe kaufen.
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Von der Attraktivität des Theaters für die "Armen" wurden aber selbst begüterte Schichten angezogen. Sogar Schiller und Göthe haben Papiertheater "gespielt". Es gab die Papiertheater als Schwarz-weiß und in Farbe, je nach Größe des Geldbeutels.
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Das Papiertheater hatte damals die gleiche Bedeutung wie heute der Fernseher. Die Beliebtheit der Papiertheater war so groß, daß findige Geschäftsleute Spionage betrieben. Heimlich wurden damals die offiziellen Papiertheater-Ausgaben "kopiert" und als Markenpiraterie-Produkte auf dem Schwarzmarkt verkauft. Im Vergleich zu heute wären das die Musik-CDs, welche aufgrund der Beliebtheit auch gerne "inoffiziell kopiert" oder als Musiksongs gleich im Internet getauscht werden.
Für Rückfragen:
Dr. Gabriele Papke
Tourismusamt München
Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Sendlinger Str. 1
80331 München
Telefon (0049) (0) 89 - 233 - 30 211
Telefax (0049) (0) 89 - 233 - 30 269
E-Mail presse.tam@muenchen.de
Redaktion auerdult.de
Christian Niedermaier
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