2004: Töpferei Seiler
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Pressemitteilung des Tourismusamtes
der Stadt München, Abteilung Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit (27.04.2004/Pa)
Bunzeltippel mit Pfauenaugen:
Töpferei Seiler feiert 50 Jahre Auer Dult
150 Auer Dulten, 150 mal Standl-Aufbau, 150 mal Standl-Abbau, 1350 Verkaufstage bei Sonne, Wind und Wetter, rund 180.000 Arbeitsstunden rund um das Auer-Dult-Geschäft – das ist die dürre Statistik von 50 Jahren Auer Dult der Töpferei Seiler.
Dahinter steht die Geschichte eines Familienbetriebes, der 1954 zum ersten Mal das berühmte Bunzlauer Geschirr auf der Auer Dult vorstellte. Töpfermeister Gerhard Seiler, dessen Großvater August 1868 in der Nähe von Bunzlau in Niederschlesien den Töpfereibetrieb gründete, fand mit Frau Charlotte und Tochter Birgit nach dem Zweiten Weltkrieg 1948 im mittelfränkischen Leutershausen bei Ansbach neue Heimstatt für seine Werkstatt.
Nach alter schlesischer Tradition fertigte er die „Bunzeltippel„: das lehmglasierte Braungeschirr, als Kochgeschirr geschätzt wegen seiner hohen Qualität und Ofenfestigkeit, und das typisch Bunzlauer Geschirr für Küche und Tisch mit dem berühmten „Pfauenaugen-Dekor„ aus blauen Ringen und braunen Punkten. Kundenservice gehörte schon damals zum Geschäftserfolg des Töpfereibetriebs. Mit der Zeit flossen Elemente fränkischer Keramikkunst in die Töpferarbeit der Seilers mit ein.
Um größerer Abnehmerkreise zu erschließen, zogen die Seilers auf die Märkte der Umgebung und bis nach Würzburg und Nürnberg. Die Verwandtschaft aus Krailling kam mit dem Tipp „Geht’s doch auf die Dult nach München!„ Die Seilers erkannten die Chance und bis ins hohe Alter von über 80 Jahren war die Auer Dult dreimal im Jahr ihr Verkaufsrevier.
Zuerst wurde die Ware per Bahn nach München verschickt und die Seilers lebten in einem kleinen Zirkuswagen direkt am Mariahilfplatz. Seit 1970 übernahm Schwiegersohn Friedrich Moll den Transport mit dem Lastwagen.
Nach einem Architekturstudium in der bayerischen Landeshauptstadt ließ sich Friedrich Moll vom Schwiegervater zum Töpfermeister ausbilden. 1975 übernahmen Birgit und Friedrich Moll den Handwerksbetrieb und führen die Familientradition fort. Zum Glück für viele Stammkunden auf der Dult, die regelmäßig ihr Bunzlauer Töpfergeschirr ergänzen. Sie wissen zu schätzen, dass hier immer wieder persönliche Sonderwünsche erfüllt werden.
Weitere Infos zur Töpferei Seiler unter http://www.toepferei-seiler.de
Überreichung des Dultherzen
"50 Jahre Auerdult" durch Fremdenverkehrsdirektorin und Festleiterin Dr. Gabriele Weishäupl an Herrn Moll von der Töpferei Seiler
Für Rückfragen:
Dr. Gabriele Papke
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Redaktion auerdult.de
Christian Niedermaier
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